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Ju-Jitsu

Ju Jitsu ist zusammengesetzt aus den beiden Wörtern JU, was soviel wie nachgeben oder ausweichen bedeutet und JITSU, welches mit Kunst oder Kunstgriff übersetzt werden kann.

Sagen und Legenden

Die Anfänge des Ju Jitsu bleiben, wie bei vielen anderen Kampfsportarten auch, im Nebel der Vergangenheit verborgen. Vieles ist schon darüber geschrieben worden, doch das Meiste ist nur Legende. So soll zum Beispiel ein junger Chinese irgendwann einmal gesehen haben, wie ein kleiner Baum dem Sturm nachgab und somit unversehrt blieb. Dies soll ihn zur Schaffung des Ju Jitsu, der sanften Kunst, angeregt haben.

Ursprung des Ju Jitsu

Ziemlich sicher ist jedoch, dass die Ursprünge des Ju Jitsu, wie so vieles in Japan, in China liegen und im Laufe der Zeit von den Japanern übernommen wurden. Es ist aber ebenso unbestreitbar ein Verdienst der Japaner, dieses weiterentwickelt und als Vorläufer des Judo populär gemacht zu haben.

Verbreitung in Europa

Etwa um 1900 wurde Ju Jitsu hauptsächlich von den Matrosen nach Europa gebracht. Allmählich vermischte es sich mit Ringkämpfen und Boxtechniken, was dazu führte, dass nur noch wenig vom 'ausweichenden' oder 'nachgebenden' Prinzip zu erkennen war.

Bestandteile des Ju Jitsu

Die Elemente des Ju Jitsu wurden in den drei Kampfkünsten Judo, Aikido und Karate weiterentwickelt und spezialisiert. Im heutigen Ju Jitsu werden diese Erkenntnisse zu einer modernen und wirkungsvollen Selbstverteidigung zusammengeschlossen.

Ökonomisches Prinzip

Ju Jitsu ist die Kunst, durch Nachgeben oder Ausweichen mit der Kraft des Gegners zu siegen. Anders ausgedrückt heisst das, es soll mit möglichst geringem Aufwand ein grösstmöglicher Nutzen erzielt werden.

Was unterscheidet Ju Jitsu von den anderen Kampfsportarten?

Im Gegensatz zu anderen populären Budopraktiken wie Judo, Aikido und Karate, ist Ju Jitsu ein umfassendes Selbstverteidigungssystem. So fehlen dem Karateka die Fallübungen, Hebel, Würfe und Würger, dem Aikidoka und Judoka die Tritte, Stösse, Schläge und Blocktechniken.

Techniken des Jiukas

Dem Jiuka stehen sowohl 'harte' als auch 'weiche' Techniken zur Verfügung. Unter den harten Techniken versteht man in erster Linie sämtliche Schläge, Stösse und Tritte, die schwere Verletzungen bewirken oder gar zum Tode führen können. Die Wurftechniken, auf hartem Boden ausgeführt, sind ebenfalls zu den harten Techniken zu zählen. Die weichen Techniken ermöglichen dem Jiuka einen Angreifer abzuwehren bzw. unter Kontrolle zu halten, ohne ihn ernsthaft verletzen zu müssen. Dazu zählen sämtliche Block-, Sperr-, Hebel- und Würgetechniken.

Das Ziel

Das Ziel von Ju Jitsu ist unter anderem, die Verteidigungstechniken so zu trainieren, dass die Bewegungsabläufe zu automatischen Reflexen im Unterbewusstsein werden und dadurch im Ernstfall ohne Verzögerung zur Verfügung stehen.

Ju Jitsu heute

Im Ju Jitsu gibt es heute zwei Wettbewerbarten:

-Duo System:

Die Formen sind technische Übungen, die bei uns sehr viel praktiziert werden. Dieser Wettkampf findet paarweise statt, dh. Ein männliches Paar, ein weibliches Paar und ein gemischtes Paar. Diese Paare haben zusammen geübt und eine Vorführung vorbereitet. Es geht um Abwehr und Verteidigung gegen auferlegte Angriffe. Die Angriffe, die gezeigt werden müssen, werden am Anfang der Wettkämpfe ausgelost. Von 20 Angriffen müssen 12 ausgeführt werden. Der Hauptkampfrichter sagt die Technik an und der eine Partner muss entsprechende angreifen. Es handelt sich in diesem Fall wirklich um einen Partner und nicht um einen Gegner. Der Verteidiger muss mit einer korrekten Technik abwehren, die im Verhältnis zum Angriff steht. Die Kriterien für die Benotung sind: Schnelligkeit, Präzision, Kraft, Gleichgewicht, Reaktion und ständige Kontrolle über den Partner. Es gibt 5 Kampfrichter. Die höchste und niedrigste Benotung werden als Streichresultat gewertet. Es braucht eine extreme Konzentration und stellt sehr hohen Anspruch an die Kondition. Die absolut technische Perfektion ist die Voraussetzung im Duo System.

-Fighting System:

Für den Kampf das ?Fighting System? benötigt man drei Elemente. Ein Teil besteht aus Fuss und Fausttechniken, mit Verpflichtung für die beiden Kämpfer, erst mit Händen und Füssen zu kämpfen, bevor Griffe erlaubt sind. Erst nachdem sie geschlagen oder getreten haben, dürfen sie den Gegner greifen. Wenn der Griff nur mit einer Hand angesetzt ist, und dies gilt für beide, darf nicht mehr geschlagen oder getreten werden. Im Moment des Greifens ist es jedoch noch erlaubt. Das Ziel des Griffes ist den Gegner, so schnell wie möglich zu werfen. Ob auf dem Bauch, den Rücken oder einen anderen Teil des Körpers spielt keine Rolle. Es ist die Schnelligkeit und die Kraft der Ausführung, die für den Ippon zählt.

Wenn eines der Elemente, Schnelligkeit oder Kraft, fehlt, wird ein Wazari bewertet. Das ist ein Punkt. Ziel des Kampfes ist der Ippon bei einem Wurf. Die logische Folge der Würfe ist der Bodenkampf. Der Bodenkampf ist sehr offen, im Gegensatz zum Judo, welches die Kämpfer dazu verpflichtet in ganz bestimmten Sektoren zu bleiben, wie Haltegriffe auf dem Rücken, Hebel auf die Ellenbogengelenke der Arme oder Judobeschränkungen wie z.B Würger, ausschliesslich mit den Armen und dem Judogi. Im Ju Jitsu kann man die Kontrollgriffe z.B in Bauch – und Rückenlage ansetzen. Haltegriffe in diesen Lagen, Hebel auf alle Gelenke des Armes, Schultern, Ellenbogen und Handgelenke mit Ausnahme der Finger, Hebel am Hüftgelenk, auf die Kniegelenke, Fussgelenke mit Ausnahme der Zehen, sind ebenfalls möglich. Nur Hebel zum Hals sind wegen der Verletzungsgefahr verboten.

Der Kampf dauert insgesamt 4 Minuten, 2x2 min. mit einer Minuten Pause. Um zu siegen, muss man einen Ippon in den drei Sektoren erringen, ( Schläge, Würfe, Bodenarbeit) In dem Moment, wenn ein Ippon in jeder dieser Sektoren geschafft ist wird der Kampf abgebrochen. Eine weitere Möglichkeit den Kampf zu gewinnen, ist ein Punkteunterschied im ersten Teil des Kampfes von 14 Punkten. Gibt es nach 2 Minuten einen 14 Punkte-Unterschied, wird der Kampf wegen Überlegenheit abgebrochen. Die Schiedsrichter halten es in so einem Fall für sinnvoller den Kampf abzubrechen, da sich einer der Gegner nicht verteidigen kann. Bei so einem grossen Unterschied kann man davon ausgehen, dass einer der Kämpfer haushoch überlegen ist und es ist nicht nötig, dass der Andere sich weiter in Gefahr begibt. Bei den Männern gibt es sechs Gewichtsklassen, bei den Frauen momentan vier.

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